Gurkha Zigarren in Berlin

Gurkha Zigarren sind hierzulande noch nicht sehr weit verbreitet und das obwohl sie auf dem amerikanischen Markt als die Luxus-Zigarren schlecht hin gelten. Immerhin stellt die Marke aus Miami die offiziell teuerste Zigarre der Welt her: die Majesty’s Reserve. Von dieser Zigarre kostet die Kiste schlappe 25.000 US-Dollar, Tendenz steigend. Eine Zigarre die sich dann auch mal der ehemalige amerikanische Präsident Bill Clinton schmecken lässt.

Glücklicherweise stellt Gurkha aber auch eine ganze Reihe Zigarren für Normalsterbliche her. Etwas überdurchschnittlich dürfte aber auch der Preis des Standard-Sortiments von Gurkha sein. Das Eine davon ist die Gurkha Cask Blend, die heute verköstigt werden soll.

Gurkha Cask Blend und Royal Challenge
Gurkha Cask Blend und Royal Challenge

Gurkha Cask Blend Zigarren im Test

Die Gurkah Cask Blend wirkt gut verarbeitet: Fest gerollt, aber dennoch ein sehr gutes Zugverhalten mit leichtem Widerstand. Der Kaltgeruch ist sehr intensiv und stark würzig. Das lässt auf ein aromatisches Rauchvergnügen hoffen. Hier meine Eindrücke im Detail:

– Verarbeitung sieht sehr gut aus
– Kaltgeruch ist sehr intensiv: Zedernholz aber auch stark würzig.
– Erste Züge sind sehr mild, leicht pfeffrig, Zedernholz lang nicht so stark wie im Kaltgeruch
– Nähere mich dem vollen Ringmaß: Fett, leicht stallig, minimal salzig / könnte was richtig komplexes werden
– Es schwingt seit dem ersten Zug etwas Fleischiges mit – ist das umami?
– Zigarre schmeckt sehr trocken, trocknet Mund aber nicht aus
– Endlich etwas Kakao
– Auffallend: keinerlei unangenehme Aromen
– Milder/weißer Pfeffer omnipräsent / typisch dominikanisch
– Alles sehr holzig, wobei Zedernholz nicht passt / es fehlt das Fruchtige

Gurkha Cask Blend Zigarre
Gurkha Cask Blend Zigarre

Die Ghurka Zigarre in Berlin verkostet

Zwar wird die Zigarre in der dominikanischen Republik hergestellt, woher aber der Tabak für die Gurkha kommt bleibt offiziell ein Geheimnis. Es ist davon auszugehen, dass hier Tabake mehrerer Provenienzen zum Einsatz kommen. Wie bei Gurkha üblich handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit aber um sehr hochwertige Tabake.

Das dunkle colorado Deckblatt hat wenige Blattadern und ist sehr speckig. Nach dem Anzünden schmeckt die Zigarre zunächst sehr würzig, leicht pfeffrig und holzig. Allerdings sind die Holzaromen nun nicht mehr wie Kaltgeruch mit Zedernholz zu vergleichen – dazu fehlt der fruchtige Beigeschmack – sondern erinnert eher an trockenes Holz. Der Pfeffer verschwindet recht schnell wieder, wie man es beispielsweise von vielen dominikanischen Zigarren kennt.

Gurkha Zigarren in Berlin
Gurkha Zigarren in Berlin

Nichtsdestotrotz bleibt die Zigarre sehr würzig, ohne dabei unangenehm zu werden. Auffallend ist von Beginn an ein immer wiederkehrender fleischiger (umami) Geschmack, der die Zigarre sehr interessant macht. Das passt hervorragend zur sehr leichten Salzigkeit der Zigarre.

Zu Beginn des zweiten Drittels gesellen sich Kakaoaromen dazu. Die Gurkha Cask Blend bleibt aber überwiegend würzig und holzig. Immer wieder kommt der bereits erwähnte fleischige Geschmack zur Geltung, die würzig, holzigen Grundaromen bleiben aber im Vordergrund.

Auch im letzten Drittel bleibt das Grundaroma omnipräsent und wird nun von zurückhaltenden Röstaromen ergänzt. Das leichte Kakaoaroma des zweiten Drittels verändert sich nun von Zug zu Zug mehr in Richtung Kaffee.

Zigarren Fazit

Insgesamt handelt es sich bei der Gurkha Cask Blend um eine eher milde Zigarre, die vor allem Anhängern edler dominikanischer Zigarren gefallen wird. Der Aromenverlauf ist zwar eher geradlinig, trotzdem wird die Zigarre über die Gesamte Rauchdauer nicht langweilig. Denn der immer wieder auftauchende speckige Geschmack macht diese Zigarre zu etwas Besonderem.

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