My Father Le Bijou 1922 Zigarren Review

„Le Bijou“ – „das Juwel“. Zigarren, die so heißen, sollten exzellent aussehen und sehr gut schmecken! Das möchten wir heute testen und sehen uns bei diesen Review die My Father Le Bijou Zigarren genauer an.

Der Name „My Father“ steht für eine sehr bedeutende Marke aus Miami und Nicaragua. Man produziert an beiden Standorten, wobei Nicaragua natürlich von größerer Bedeutung ist. Don Pepin Zigarren und auch Tatuaje Zigarren gehören allesamt zu My Father Cigars. My Father Zigarren als Aushängeschild und die Le Bijou – Serie als Krönung der Serie? Wir berichteten auf diesem Blog bereits über die klassische Serie von My Father Zigarren…

Aus Zigarren Shop: My Father Le Bijou
Aus Zigarren Shop: My Father Le Bijou

Edle Longfiller im Zigarren Shop in Berlin verkostet

Wir von StarkeZigarren beschäftigen uns nun schon eine ganze Weile mit My Father Cigars. Dieses kleine Schmuckstück, das hier vor uns liegt fällt durch ihr dunkles Deckblatt und die drein Banderolen auf, die man ihr um den schlanken Bauch gewickelt hat. Fast der ganze Körper scheint bedeckt zu sein und das obwohl sich das Maduro-Deckblatt doch echt sehen lassen kann!

Bevor wir die Zigarre aus Nicaragua anzünden, interessiert uns der Duft im kalten Zustand. Speziell riecht das kleine Format, nach Verbranntem, nach ausgegangener Pfeife. Etwas Süßes ist dabei und vorne duftet sie natürlich nach frischen Heu. Spannend also! Es ist an der Zeit, die erste Banderole abzunehmen und den dunklen Longfiller anzuzünden.

In Berlin im Zigarren Shop getestet: My Father Zigarren
In Berlin im Zigarren Shop getestet: My Father Zigarren

Wir testen die My Father Le Bijou Petit Robusto in Berlin

1. Drittel
Und als Dank dafür schlägt sie uns mit voller Kraft ins Gesicht – oder besser gesagt: Sie hinterlässt einen sehr intensiven ersten Eindruck geprägt von kraftvollen Erd- und Kaffeeröstaromen. Wow! Die ersten Züge an der My Father Le Bijou Petit Robusto würden Einsteiger ganz schön abschrecken! Jetzt geben wir der Zigarre erst mal eine kleine Verschnaufpause. Danach scheint die My Father Le Bijou 1922 wie verwandelt, verwandelt in einen Schokoladenriegel mit weicher Zartbitterschokolade. Oder mit anderen Worten: Man schmeckt, dass man hier gut abgelagerte Ligero-Tabake raucht, die von hoher Qualität zeugen.

Jetzt müssen wir Acht geben, dass sich kein Tunnelbrand entwickelt, da das Maduro-Blatt ziemlich dick ist und nicht so gut abbrennt, wie die Einlage. Mit ein paar Zügen ist das Problem aber schnell behoben. Kraftvoll geht es weiter und schon ist der Übergang ins 2. Drittel erreicht! Die zweite Bauchbinde mit dem Aufdruck „Le Bijou 1922“ muss nun abgenommen werden.

2. Drittel
Das zweite Drittel startet mit kraftvollen Schokoladenoten, zu denen sich exotische Früchte mischen. Sehr bald kommen Gewürze hinzu, die uns vor allem an Pfeffer und sogar Chili erinnern. Nun muss auch die letzte, größte Banderole abgelegt werden, ansonsten können wir nicht in den finalen Rauchabschnitt vorstoßen. Wird die Zigarre noch kräftiger werden?

3. Drittel
Mit viel Schokolade, dunklem Kaffee und vielen Gewürzen geht es dem Ende zu. Wir sprechen nun von einer sehr kraftvollen Zigarre, bei der auch das Nikotin zu wirken beginnt. Was jetzt kommt ist richtig fordernd und nichts für Einsteiger! Wie der Start, so auch das Finale: Intensiv und komplex mit dunklen Noten und scharfen Gewürzen.

My Father Le Bijou 1922 Zigarre
My Father Le Bijou 1922 Zigarre

Zigarren Fazit

Die My Father Le Bijou Petit Robusto zeigt, dass viel in ihr steckt! Uns hat sich die Zigarre als kleines, komplexes und sehr schokoladiges Kraftpaket gezeigt. Leider neigt der Puro dazu, recht schnell auszugehen bzw. Tunnelbrand zu entwickeln, was mit dem Maduro-Deckblatt zu tun hat. Man muss hier immer am Ball bleiben, ansonsten ist der Rauchgenuss getrübt. Aufgrund der Kraft ist das schade, denn so muss man sie heißer rauchen als der My Father Le Bijou Petit Robusto eigentlich gut tut.

Flor de Selva und kubanische Zigarren in Berlin verkostet

Ende März hatte StarkeZigarren die Möglichkeit zwei Formate von Flor de Selva und zwei kubanische Zigarren in Berlin im Stadtteil Schöneberg zu verkosten. Anlass gab hierzu eine Folsom-Veranstaltung in der Fuggerstraße, wo sich fünf Tage lang so allerhand in dem Szenekiez in Berlin abspielte. Kaum eine andere Zielgruppe ist Zigarren-affiner als diese Homosexuellen mit ihren großartigen Leder-Outfits.

Officer aus Berlin beim Zigarre rauchen
Officer aus Berlin beim Zigarre rauchen

Bei StarkeZigarren hatte man insgesamt fünf Zigarren und vier Rumsorten zur Auswahl vorgestellt. Im Mittelpunkt des ersten Abends standen folgende Longfiller:

Flor de Selva Tempo

Flor de Selva Doble Corona

Montecristo Open Master

Ramon Allones Specially Selected

Wir hatten die Möglichkeit die Flor de Selva Tempo in vollen Zügen zu genießen und mussten die Ramon Allones Specially Selected leider etwas zu früh ablegen, was aber aufgrund des schlechten Abbrandverhaltens auch nicht für großes Trübsal sorgte. Hier nun die Notizen zur Verkostung:

Flor de Selva Tempo Zigarren Review

Das voluminöse Format der Flor de Selva Tempo war wie geschaffen für die starken Männer des Abends, die bekanntermaßen gerne große Prachtstücke in ihren Mündern halten. Die Tempo war hierbei die Vitola mit dem größten Ringmaß. Wie aber präsentierte sich die Zigarre aus Honduras nach dem Anzünden?

Flor de Selva Tempo Zigarre
Flor de Selva Tempo Zigarre

Der Start ist als relativ kraftvoll zu beschreiben mit Noten von Kaffeeröstung, Zedernhölzern und vielleicht einer Spur Erde. Später zeigt sich das Großformat dann immer milder und ausgewogener mit vorwiegend holzigen Noten, Kakao und einer Spur Kaffee. Phasenweise wirkte die Zigarre richtig mild. Im zweiten Drittel kamen immer wieder neue Aromen hinzu, die man aber nur erkennt, wenn man sehr bewusst raucht.

Ansonsten kann die Flor de Selva Tempo geschmacklich sehr gleichmäßig erscheinen. Eine Arome, das im Kopf blieb, waren toastige Noten. Ab der Mitte zieht die Kraft immer wieder ein bisschen an. Dann kommt mehr Kaffee-Aromatik ins Spiel. Das Ende ist schließlich ebenfalls würziger. Die Tempo bleibt jedoch bis zum letzten Zug fein ausbalanciert.

Die Rauchdauer lag bei mehr als eineinhalb Stunden. Abbrand und Zugverhalten waren über die gesamte Rauchdauer perfekt!

Flor de Selva Tempo Zigarren in Berlin verkostet
Flor de Selva Tempo Zigarren in Berlin verkostet

Ramon Allones Specially Selected Review

Das konnte man von der nächsten Zigarre des Abends leider nicht behaupten: Die kubanische Ramon Allones Specially Selected begann wunderbar mit einem sehr leichten Zugverhalten und schönen Tabakaromen. Erde und Kakao und auch Kaffeeröstung waren hier im Spiel. Im weiteren Rauchverlauf machte der schlechte Abbrand dann aber die Lust auf Zigarre zunichte. Tunnelbrand und ständiges Ausgehen verlagerten die Konzentration des Rauchens bei der Kubanerin auf andere Themen als die Aromatik. Schade.

Andere Teilnehmer des Zigarrenevents in Berlin berichteten über ein schlechtes Zugverhalten. Das ist wohl leider das Manko der kubanischen Zigarren in diesen Tagen und Jahren. Die Qualität kann sogar innerhalb einer Kiste deutlich schwanken. Zum Glück gab es an dem Abend ja noch die Montecristo Open Master!

Fugger Cigar Lounge in Berlin
Fugger Cigar Lounge in Berlin

Zigarren Fazit in Berlin

Die kubanischen Zigarren haben heute bei den Besuchern aus den USA, Skandinavien, GB und Deutschland ein wenig enttäuscht. Geschmacklich begann unsere Ramon Allones Specially Selected intensiv und trotzdem gut ausbalanciert. Leider stellten sich dann ab dem 2. Drittel zu viele Qualitätsprobleme ein.

Bei der Flor de Selva Tempo war man sich auch nicht ganz einige. Die Qualität war definitiv spitze, aber einige nahmen die Zigarre aus Honduras deutlich milder wahr als andere Teilnehmer des Events in Berlin. Das Format ist einfach wunderbar zu rauchen und die Aromatik sehr fein. Geschmacklich sind es Nuancen, die den Longfiller so interessant machen. Das macht die Flor de Selva Tempo zu einer perfekten Einsteigerzigarre aber auch zu einer exzellenten Wahl für den Aficionado!

Lesen Sie hier: My Father Le Bijou 1922 Zigarren Review – kraftvolle Zigarren aus Nicaragua im Test!