Alec Bradley Coyol und Black Market Zigarren Review

Sofort sind wir mitten im Geschehen: Thorsten Wolfertz erklärt bei der Alec Bradley Road Tour eingangs die Geschichte zu den Coyol Zigarren. Es geht um Palmenarten, einen Bauernhof und Tabakplantagen, sowie die Güte eines Deckblatts. Zwei Palmen stehen an der Farm, an der das Deckblatt wächst, das Ralph Montero hier entdeckte. Es folgten 3 Jahre Experimentierzeit und fertig waren die Alec Bradley Coyol Zigarren.

Zur Alec Bradley Black Market Robusto erzählt Thorsten Wolfertz, dass man diese konstant schmeckende Zigarre aus Honduras morgens wie mittags und abends rauchen könne. Naja, morgens finden wir etwas zu heftig, denn mild ist die Tabakware nun wirklich nicht. Wir würden sie eher zu einem saftigen Steak empfehlen…

Alec Bradley Coyol und Black Market Zigarren
Alec Bradley Coyol und Black Market Zigarren

Alec Bradley Black Market Robusto im Test

Immer wieder schön, die große Banderole abzunehmen, die Zigarre zu berühren und die dunkle Farbe des Maduro-Deckblatts zu bestaunen. Nach dem Anzünden tut sich leider ein Problem auf: Die Zigarre zieht extrem schlecht.
Aromen: Bitterschokolade und Espressonoten, die sich sehr gleichmäßig vom ersten bis zum letzten Zug verteilen. Gegen Ende nimmt die Kraft und auch Bitternoten zu. Phasenweise kamen leicht fruchtig-süße Nuancen zu Vorschein.

Alec Bradley Coyol Zigarren im Test

Wir entdecken an dem Abend ein neues Format im Sortiment der Alec Bradley Coyol Zigarren: Es handelt sich dabei um ein spitzes Format mit überdurchschnittlichem Ringmaß. Eine Zigarre, die augenscheinlich Spaß machen kann!

Die Coyol im Geschmacksverlauf: Anfangs sehr eigen mit Noten von Hölzern, Nuss und einer ganz eigenständigen Komponente. Im 2. Drittel zeigt sich der Longfiller insgesamt mittelkräftig mit schönen weichen Kakaoaromen. Im letzten Drittel wirkt der Rauch immer noch recht cremig. Typischen Noten ist nun ein Mix aus Pfeffer und Vanille, der wunderbar ausgewogen „rüberkommt“.

Alec Bradley Road Tour Pressstock 2015
Alec Bradley Road Tour Pressstock 2015

Casa Magna Domus II Zigarren als „Schmankerl“

Eingefleischte Zigarrenraucher haben noch zwei Formaten noch lange nicht genug. Das ging auch bei der Road Tour vielen so und daher zaubert Herr Wolfertz gerne zu später Stunde noch ein paar Limitadas aus dem Ärmel – limitierte Zigarren in Berlin und andernorts genossen!

Casa Magna Domus II Zigarren sind sehr schön anzusehen, mit einer Bauchbinde, die scheinbar aus Naturpapier besteht, besonderen Körpern, teils flach, teils boxpressed und alle mit einem netten Pigtail-Kopfende. Ob man sie geraucht haben muss, sei dahingestellt, probiert haben sollte man allerdings die sehr günstigen und trotzdem guten klassischen Casa Magna Zigarren!

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Rocky Patel Vintage 2003 Cameroon Six by Sixty Review

Rocky Patel Vintage 2003 Cameroon Six by Sixty Review

Ein ziemlich langer Name für eine recht große Zigarre. Wenn auch noch recht großer Geschmack dabei rum kommt, bin ich zufrieden. Los geht´s!

Angezündet ist sie. Die ersten Züge: Kakao, Holz, ein wenig Leder, ein wenig Creme. Kurz darauf wird vieles anders. Das erste, was ich schmecke, ist eine leichte Süße vorne an der Zunge. Leder und Holz sind fast nicht mehr zu schmecken. Sie entfaltet sich deutlich milder mit einer schönen schokoladigen Note, die klar im Vordergrund steht. Dazu mischen sich milde Gewürze und Aromen von Gebäck, teilweise kommen mir Erinnerungen an Rosinen-Cookies. Ein wenig Holz rundet das ganze dann ab.

Wir testen die Six by Sixty von Rocky Patel

Rocky Patel Vintage 2003 Sixty im 2. Drittel
Rocky Patel Vintage 2003 Sixty im 2. Drittel

Inzwischen bin ich im zweiten Drittel angekommen. Die Asche ist das erste Mal abgefallen, die Aromen verändern sich. Zu den anfänglichen Aromen kommen nun vermehrt holzige und teils nussige/ledrige Noten hinzu. Die Rosinen-Cookies treten in den Hintergrund, sind aber nach wie vor schmeckbar.

Gerade schmecke ich Dörrpflaumen, die ja geschmacklich von einer Rosine nicht so weit entfernt sind. Spannend! Besonders die Verschmelzung mit Schokolade und Holz. Es kommt mir das Bild von einer Traube-Nuss-Schokolade in den Kopf – die mit den ganzen Nüssen. Ein paar Züge kommen noch Mandel-, fast Marzipan-Aromen hinzu.

Die Zigarre im Rauchverlauf – getestet in Berlin

Jetzt im drittel Drittel wandelt sich die Zigarre ein weiteres Mal. Mandel, Marzipan, Schoko und Rosine gehen in ihrer Intensität zurück. Die Zigarre zieht nun deutlicher besser als zu Beginn. Das ist bis jetzt auch das einzige Manko: Für meinen Geschmack könnte der Zug ein bisschen leichter sein. Vielleicht ist dies aber auch nur bei dieser Probezigarre der Fall. Ich schmecke nun deutlich mehr nussige, holzige und teils auch ledrige Aromen heraus. Eine leichte süße behält sich die Zigarre aber auch jetzt.

Rocky Patel Vintage 2003 Cameroon Sixty beim Abaschen
Rocky Patel Vintage 2003 Cameroon Sixty beim Abaschen

Mal so zwischendurch: Jetzt wo es draußen wieder kälter wird und man wieder eher in Räumen raucht: Der Rauch ist auch ohne Extremlüften sehr angenehm, was man nun wirklich nicht von jeder Zigarre sagen kann…

Das Finale wird dann recht ledrig gemischt mit einem Aroma, das ich nicht so ganz zuordnen kann. Es ist wohl die Kombination von Holz, Leder und Süße. Leider nicht so meins.

Zigarren Fazit

Ein großartiger Start, sehr gut darauf aufgebaut, mit vielfältigsten Aromen von Schokolade, Dörrpflaumen, Traube, Rosine, Nuss und Holz. Das Ende drehte sich dann – für mich leider – in eine nussig-ledrige Richtung. Gerne hätte ich mit den Aromen aus den ersten zwei Dritteln weiter gemacht. Aber das ist meine persönliche Geschmacksvorliebe. Rundum trotzdem eine wundervolle und spannende Zigarre, die sich ständig entwickelt und verändert. Wie schön, dass man diese Zigarren in Berlin kaufen und vielerorts auch rauchen kann.

Lesen Sie hier mehr zur Alec Bradley Coyol Zigarre. Auch sie haben wir in Berlin sehr streng getestet.