Flor de Selva und kubanische Zigarren in Berlin verkostet

Ende März hatte StarkeZigarren die Möglichkeit zwei Formate von Flor de Selva und zwei kubanische Zigarren in Berlin im Stadtteil Schöneberg zu verkosten. Anlass gab hierzu eine Folsom-Veranstaltung in der Fuggerstraße, wo sich fünf Tage lang so allerhand in dem Szenekiez in Berlin abspielte. Kaum eine andere Zielgruppe ist Zigarren-affiner als diese Homosexuellen mit ihren großartigen Leder-Outfits.

Officer aus Berlin beim Zigarre rauchen
Officer aus Berlin beim Zigarre rauchen

Bei StarkeZigarren hatte man insgesamt fünf Zigarren und vier Rumsorten zur Auswahl vorgestellt. Im Mittelpunkt des ersten Abends standen folgende Longfiller:

Flor de Selva Tempo

Flor de Selva Doble Corona

Montecristo Open Master

Ramon Allones Specially Selected

Wir hatten die Möglichkeit die Flor de Selva Tempo in vollen Zügen zu genießen und mussten die Ramon Allones Specially Selected leider etwas zu früh ablegen, was aber aufgrund des schlechten Abbrandverhaltens auch nicht für großes Trübsal sorgte. Hier nun die Notizen zur Verkostung:

Flor de Selva Tempo Zigarren Review

Das voluminöse Format der Flor de Selva Tempo war wie geschaffen für die starken Männer des Abends, die bekanntermaßen gerne große Prachtstücke in ihren Mündern halten. Die Tempo war hierbei die Vitola mit dem größten Ringmaß. Wie aber präsentierte sich die Zigarre aus Honduras nach dem Anzünden?

Flor de Selva Tempo Zigarre
Flor de Selva Tempo Zigarre

Der Start ist als relativ kraftvoll zu beschreiben mit Noten von Kaffeeröstung, Zedernhölzern und vielleicht einer Spur Erde. Später zeigt sich das Großformat dann immer milder und ausgewogener mit vorwiegend holzigen Noten, Kakao und einer Spur Kaffee. Phasenweise wirkte die Zigarre richtig mild. Im zweiten Drittel kamen immer wieder neue Aromen hinzu, die man aber nur erkennt, wenn man sehr bewusst raucht.

Ansonsten kann die Flor de Selva Tempo geschmacklich sehr gleichmäßig erscheinen. Eine Arome, das im Kopf blieb, waren toastige Noten. Ab der Mitte zieht die Kraft immer wieder ein bisschen an. Dann kommt mehr Kaffee-Aromatik ins Spiel. Das Ende ist schließlich ebenfalls würziger. Die Tempo bleibt jedoch bis zum letzten Zug fein ausbalanciert.

Die Rauchdauer lag bei mehr als eineinhalb Stunden. Abbrand und Zugverhalten waren über die gesamte Rauchdauer perfekt!

Flor de Selva Tempo Zigarren in Berlin verkostet
Flor de Selva Tempo Zigarren in Berlin verkostet

Ramon Allones Specially Selected Review

Das konnte man von der nächsten Zigarre des Abends leider nicht behaupten: Die kubanische Ramon Allones Specially Selected begann wunderbar mit einem sehr leichten Zugverhalten und schönen Tabakaromen. Erde und Kakao und auch Kaffeeröstung waren hier im Spiel. Im weiteren Rauchverlauf machte der schlechte Abbrand dann aber die Lust auf Zigarre zunichte. Tunnelbrand und ständiges Ausgehen verlagerten die Konzentration des Rauchens bei der Kubanerin auf andere Themen als die Aromatik. Schade.

Andere Teilnehmer des Zigarrenevents in Berlin berichteten über ein schlechtes Zugverhalten. Das ist wohl leider das Manko der kubanischen Zigarren in diesen Tagen und Jahren. Die Qualität kann sogar innerhalb einer Kiste deutlich schwanken. Zum Glück gab es an dem Abend ja noch die Montecristo Open Master!

Fugger Cigar Lounge in Berlin
Fugger Cigar Lounge in Berlin

Zigarren Fazit in Berlin

Die kubanischen Zigarren haben heute bei den Besuchern aus den USA, Skandinavien, GB und Deutschland ein wenig enttäuscht. Geschmacklich begann unsere Ramon Allones Specially Selected intensiv und trotzdem gut ausbalanciert. Leider stellten sich dann ab dem 2. Drittel zu viele Qualitätsprobleme ein.

Bei der Flor de Selva Tempo war man sich auch nicht ganz einige. Die Qualität war definitiv spitze, aber einige nahmen die Zigarre aus Honduras deutlich milder wahr als andere Teilnehmer des Events in Berlin. Das Format ist einfach wunderbar zu rauchen und die Aromatik sehr fein. Geschmacklich sind es Nuancen, die den Longfiller so interessant machen. Das macht die Flor de Selva Tempo zu einer perfekten Einsteigerzigarre aber auch zu einer exzellenten Wahl für den Aficionado!

Lesen Sie hier: My Father Le Bijou 1922 Zigarren Review – kraftvolle Zigarren aus Nicaragua im Test!

Gurkha Zigarren in Berlin

Gurkha Zigarren sind hierzulande noch nicht sehr weit verbreitet und das obwohl sie auf dem amerikanischen Markt als die Luxus-Zigarren schlecht hin gelten. Immerhin stellt die Marke aus Miami die offiziell teuerste Zigarre der Welt her: die Majesty’s Reserve. Von dieser Zigarre kostet die Kiste schlappe 25.000 US-Dollar, Tendenz steigend. Eine Zigarre die sich dann auch mal der ehemalige amerikanische Präsident Bill Clinton schmecken lässt.

Glücklicherweise stellt Gurkha aber auch eine ganze Reihe Zigarren für Normalsterbliche her. Etwas überdurchschnittlich dürfte aber auch der Preis des Standard-Sortiments von Gurkha sein. Das Eine davon ist die Gurkha Cask Blend, die heute verköstigt werden soll.

Gurkha Cask Blend und Royal Challenge
Gurkha Cask Blend und Royal Challenge

Gurkha Cask Blend Zigarren im Test

Die Gurkah Cask Blend wirkt gut verarbeitet: Fest gerollt, aber dennoch ein sehr gutes Zugverhalten mit leichtem Widerstand. Der Kaltgeruch ist sehr intensiv und stark würzig. Das lässt auf ein aromatisches Rauchvergnügen hoffen. Hier meine Eindrücke im Detail:

– Verarbeitung sieht sehr gut aus
– Kaltgeruch ist sehr intensiv: Zedernholz aber auch stark würzig.
– Erste Züge sind sehr mild, leicht pfeffrig, Zedernholz lang nicht so stark wie im Kaltgeruch
– Nähere mich dem vollen Ringmaß: Fett, leicht stallig, minimal salzig / könnte was richtig komplexes werden
– Es schwingt seit dem ersten Zug etwas Fleischiges mit – ist das umami?
– Zigarre schmeckt sehr trocken, trocknet Mund aber nicht aus
– Endlich etwas Kakao
– Auffallend: keinerlei unangenehme Aromen
– Milder/weißer Pfeffer omnipräsent / typisch dominikanisch
– Alles sehr holzig, wobei Zedernholz nicht passt / es fehlt das Fruchtige

Gurkha Cask Blend Zigarre
Gurkha Cask Blend Zigarre

Die Ghurka Zigarre in Berlin verkostet

Zwar wird die Zigarre in der dominikanischen Republik hergestellt, woher aber der Tabak für die Gurkha kommt bleibt offiziell ein Geheimnis. Es ist davon auszugehen, dass hier Tabake mehrerer Provenienzen zum Einsatz kommen. Wie bei Gurkha üblich handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit aber um sehr hochwertige Tabake.

Das dunkle colorado Deckblatt hat wenige Blattadern und ist sehr speckig. Nach dem Anzünden schmeckt die Zigarre zunächst sehr würzig, leicht pfeffrig und holzig. Allerdings sind die Holzaromen nun nicht mehr wie Kaltgeruch mit Zedernholz zu vergleichen – dazu fehlt der fruchtige Beigeschmack – sondern erinnert eher an trockenes Holz. Der Pfeffer verschwindet recht schnell wieder, wie man es beispielsweise von vielen dominikanischen Zigarren kennt.

Gurkha Zigarren in Berlin
Gurkha Zigarren in Berlin

Nichtsdestotrotz bleibt die Zigarre sehr würzig, ohne dabei unangenehm zu werden. Auffallend ist von Beginn an ein immer wiederkehrender fleischiger (umami) Geschmack, der die Zigarre sehr interessant macht. Das passt hervorragend zur sehr leichten Salzigkeit der Zigarre.

Zu Beginn des zweiten Drittels gesellen sich Kakaoaromen dazu. Die Gurkha Cask Blend bleibt aber überwiegend würzig und holzig. Immer wieder kommt der bereits erwähnte fleischige Geschmack zur Geltung, die würzig, holzigen Grundaromen bleiben aber im Vordergrund.

Auch im letzten Drittel bleibt das Grundaroma omnipräsent und wird nun von zurückhaltenden Röstaromen ergänzt. Das leichte Kakaoaroma des zweiten Drittels verändert sich nun von Zug zu Zug mehr in Richtung Kaffee.

Zigarren Fazit

Insgesamt handelt es sich bei der Gurkha Cask Blend um eine eher milde Zigarre, die vor allem Anhängern edler dominikanischer Zigarren gefallen wird. Der Aromenverlauf ist zwar eher geradlinig, trotzdem wird die Zigarre über die Gesamte Rauchdauer nicht langweilig. Denn der immer wieder auftauchende speckige Geschmack macht diese Zigarre zu etwas Besonderem.

Lesen Sie hier mehr zum Rocky Patel Vintage 2003 Cameroon Six by Sixty Review. Wir haben die Zigarren in Berlin auf Herz und Nieren getestet!

Romeo y Julieta Cedros de Luxe No. 1

Die Romeo y Julieta Cedros de Luxe No. 1 wirkt in der Hand fast schon wie eine Churchill. Sie ist wohl etwas schlanker und ein bisschen kürzer. Ein Format, das man auf Kuba nur noch selten findet, denn auch hier geht der Trend hin zu kürzeren und dickeren Vitolas. Bei der Marke Romeo y Julieta hat man das in den letzten Jahren ganz deutlich gesehen.

Romeo y Julieta Cedros de Luxe No. 1
Romeo y Julieta Cedros de Luxe No. 1

Romeo y Julieta Cedros de Luxe No. 1 Zigarren in der Rauchprobe in Berlin

1. Drittel
Der Start ist sehr fein und zurückhaltend. Die Havanna geizt trotzdem nicht an Aromatik. Holz und Kakao stehen als Aromen zunächst im Vordergrund. Der Zug ist schwer, was natürlich die Intensität und das Rauchvolumen beeinflusst. Viel Rauch kann sich hier natürlich nicht entwickeln! So schmeckt man zunächst vor allem Holznoten, später kommen dann im ersten Abschnitt immer besser die Kakaonoten durch.

Romeo y Julieta Cedros de Luxe No 1 Zigarre
Romeo y Julieta Cedros de Luxe No 1 Zigarre

2. Drittel
Die Kraft nimmt nun langsam zu. Der Zug bleibt schwerer als man es sich wünscht. Es ist grenzwertig aber nicht so schlimm, dass man die Romeo y Julieta Cedros de Luxe No. 1 wieder ablegen möchte. Der Abbrand erfolgt daher ziemlich langsam. Die Aromatik bleibt im zweiten Drittel sehr konstant. Gegen Ende des mittleren Teils wird die Havanna würziger und erdiger.

3. Drittel
Zum ersten Mal schleicht sich eine leichte Schärfe ins Geschmackprofil der langen schlanken Havanna. Man schmeckt vermehrt Gewürznoten. Die Holz- und Kakaoaromen treten kraftvoller auf. Mittelkräftig mit Brotaromen und einem Hauch von Vanille geht es dem Ende zu. Kräftige Kakaoaromen, verbrannte Holzaromen und Pfeffer markieren das Finale der Romeo y Julieta Cedros de Luxe No. 1.

Romeo y Julieta Cedros de Luxe No 1 Zigarre in Kiste
Romeo y Julieta Cedros de Luxe No 1 Zigarre in Kiste

Zigarrenfazit

Fazit: Eine schöne Havanna, der viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. Ob das auch an den Qualitätsunterschieden beim Zugverhalten liegt? Wir wissen es nicht, können die kubanische Zigarre aber guten Gewissens weiterempfehlen!

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Rocky Patel Vintage 2003 Cameroon Six by Sixty Review

My Father Le Bijou 1922 Zigarren Review

 

 

 

 

Liga Privada Zigarren im Cigar Aficionado prämiert

Zigarrenliebhaber aufgepasst: Drew Estate brachte mit der Liga Privada von No. 9 Corona Doble eine Zigarre auf den Markt, die im Jahr 2015 im US-amerikanischen Magazin „Cigar Aficionado“ unter die Top 10 geschafft hat. Wir haben die Longfiller, die damals noch von der August Schuster Cigarrenfabrik GmbH vertrieben wurden, im Jahr 2014 zum ersten Mal getestet.

Ausgewogener, feiner und vielschichtiger kann eine Zigarre kaum schmecken. Leider waren die Zigarren in Deutschland kaum zu kriegen. Ob sich das mit dem neuen Importeur ab 2016 ändert, wird sich zeigen.

Liga Privada No 9 im Cigar Aficionado
Liga Privada No 9 im Cigar Aficionado

Liga Privada No. 9 Corona Doble in den Top 10

Schon einmal schaffte es die Liga Privada No. 9 Corona Doble von Drew Estate im Cigar Aficionado in die Top 25. Im Jahr 2015 hat sie einen weiteren Sprung nach oben machen können! Nun befindet sie sich im elitären Kreis von Cohiba Espléndidos, Gurkha, Oliva Serie V Melanio & Co.

Liga Privada No 9 Corona Doble Zigarren
Liga Privada No 9 Corona Doble Zigarren

In den USA wird dieses Ereignis natürlich groß gefeiert: Der Hersteller Drew Estate verlost eine Kiste Liga Privada No. 9 Corona Doble. Leider kann der glückliche Gewinner nur aus den USA stammen. Wir hoffen, dass solche Gewinnspiele auch in Deutschland für mehr Popularität dieser feinen Zigarren aus Nicaragua sorgen.

Liga Privada Zigarren in Berlin kaufen

Wahrscheinlich wird das Format aber zu schnell vergriffen sein und es kaum bis nach Berlin schaffen. Wir werden jedenfalls alles daran setzen, dass man die Liga Privada Drew Estate No. 9 Corona Doble auch in Berlin kaufen kann. Lassen Sie sich überraschen! Diese und viele andere gute Zigarren in Berlin entdecken…

Drew Estate Logo
Drew Estate Logo

Chinchalero Culebras

Die verdrehten Zigarren

Erhältlich seit: Intertabac 2015

Der deutsche Zigarrenimporteur Kohlhase & Kopp mit Sitz in Rellingen bei Hamburg überrascht die europäischen Aficionados jedes Jahr mit einer Bandbreite an Neuheiten wie es kein anderer tut. Zur Intertabac 2015 in Dortmund ist eine außergewöhnliche Neuheit aus Nicaragua dabei, von einer Serie, die für besondere Formate und einer cremigen Rauchtextur bekannt wurde: Chinchalero Zigarren.

Verdrehte Zigarren aus Nicaragua

Wie beschreibt der Importeur selbst diese neue Tabakware? „Darf es auch mal etwas Ausgefallenes sein? Dann sind die Chinchalero Culebras genau das Richtige für Sie! Es gibt viele Mythen um die Entstehung der Culebras, fest steht aber: Dieses Format können nur die besten Torcedores fertigen!“

Chinchalero Culebras
Chinchalero Culebras

Uns von StarkeZigarren hätten vor allem die Mythen interessiert. Fest steht, „Culebra“ bedeutet übersetzt „Schlange“. Tatsächlich sehen die drei zusammengeflochtenen und zusammengebundenen Zigarren aus wie drei Schlangen, bei der Paarung. Obwohl das Ringmaß klein ist, sind sie mit einer großen Bauchbinde ausgestattet.

Chinchalero Zigarren in Berlin kaufen

Chinchalero Zigarren entstehen aus mittel- und südamerikanischen Tabaken.

Die außergewöhnliche Tabakware wird von Hand aus feinsten nicaraguanischen und honduranischen Tabaken gerollt. Das Deckblatt aus Ecuador wird in einem aufwendigen Selektionsprozess ausgesucht. Diese südamerikanische Tabakblätter sind seit Jahren absolut im Trend!

Das liegt zum Einen an den hohen Qualitäten, die man in Ecuador ziehen kann und zum Anderen an den recht niedrigen Preisen. Ein Connecticut-Deckblatt aus Ecuador kostet deutlich weniger als ein Connecticut-Deckblatt aus Connecticut in den USA.

Chinchalero Zigarren
Chinchalero Zigarren

Wie schmecken die Zigarren?

Dezente Aromen von Zedernholz und eine angenehme Würze in Kombination mit einer nussigen Note zeichnen die Culebras aus.

Erhältlich sind die Chinchalero Culebras in Blister-Verkaufseinheiten von je 4 kleinen Schatullen. Kaufen kann man die Zigarren in Berlin an mehreren Standorten, unter anderen in Berlin Charlottenburg – Wilmersdorf, Ecke Fasanenstraße.

Details zu den neuen Zigarren

Herkunft: Nicaragua

Deckblatt: Ecuador (Sun Grown)

Umblatt: Nicaragua (Estelí)

Einlage: Honduras & Nicaragua

Stärke: 3 von 5

 

Das Format der Culebra

L: 145 mm | D: 13,5 mm | 12er-Kiste (4 x 3 Zigarren): 74,40 € | 6,20 €/St.

Lesen Sie hier online mehr zu De Olifant Zigarren aus den Niederlanden. Die traditionsreiche Manufaktur bietet ein breites Sortiment an Kleinformaten an.

Alec Bradley Coyol und Black Market Zigarren Review

Sofort sind wir mitten im Geschehen: Thorsten Wolfertz erklärt bei der Alec Bradley Road Tour eingangs die Geschichte zu den Coyol Zigarren. Es geht um Palmenarten, einen Bauernhof und Tabakplantagen, sowie die Güte eines Deckblatts. Zwei Palmen stehen an der Farm, an der das Deckblatt wächst, das Ralph Montero hier entdeckte. Es folgten 3 Jahre Experimentierzeit und fertig waren die Alec Bradley Coyol Zigarren.

Zur Alec Bradley Black Market Robusto erzählt Thorsten Wolfertz, dass man diese konstant schmeckende Zigarre aus Honduras morgens wie mittags und abends rauchen könne. Naja, morgens finden wir etwas zu heftig, denn mild ist die Tabakware nun wirklich nicht. Wir würden sie eher zu einem saftigen Steak empfehlen…

Alec Bradley Coyol und Black Market Zigarren
Alec Bradley Coyol und Black Market Zigarren

Alec Bradley Black Market Robusto im Test

Immer wieder schön, die große Banderole abzunehmen, die Zigarre zu berühren und die dunkle Farbe des Maduro-Deckblatts zu bestaunen. Nach dem Anzünden tut sich leider ein Problem auf: Die Zigarre zieht extrem schlecht.
Aromen: Bitterschokolade und Espressonoten, die sich sehr gleichmäßig vom ersten bis zum letzten Zug verteilen. Gegen Ende nimmt die Kraft und auch Bitternoten zu. Phasenweise kamen leicht fruchtig-süße Nuancen zu Vorschein.

Alec Bradley Coyol Zigarren im Test

Wir entdecken an dem Abend ein neues Format im Sortiment der Alec Bradley Coyol Zigarren: Es handelt sich dabei um ein spitzes Format mit überdurchschnittlichem Ringmaß. Eine Zigarre, die augenscheinlich Spaß machen kann!

Die Coyol im Geschmacksverlauf: Anfangs sehr eigen mit Noten von Hölzern, Nuss und einer ganz eigenständigen Komponente. Im 2. Drittel zeigt sich der Longfiller insgesamt mittelkräftig mit schönen weichen Kakaoaromen. Im letzten Drittel wirkt der Rauch immer noch recht cremig. Typischen Noten ist nun ein Mix aus Pfeffer und Vanille, der wunderbar ausgewogen „rüberkommt“.

Alec Bradley Road Tour Pressstock 2015
Alec Bradley Road Tour Pressstock 2015

Casa Magna Domus II Zigarren als „Schmankerl“

Eingefleischte Zigarrenraucher haben noch zwei Formaten noch lange nicht genug. Das ging auch bei der Road Tour vielen so und daher zaubert Herr Wolfertz gerne zu später Stunde noch ein paar Limitadas aus dem Ärmel – limitierte Zigarren in Berlin und andernorts genossen!

Casa Magna Domus II Zigarren sind sehr schön anzusehen, mit einer Bauchbinde, die scheinbar aus Naturpapier besteht, besonderen Körpern, teils flach, teils boxpressed und alle mit einem netten Pigtail-Kopfende. Ob man sie geraucht haben muss, sei dahingestellt, probiert haben sollte man allerdings die sehr günstigen und trotzdem guten klassischen Casa Magna Zigarren!

Lesen Sie hier mehr zu anderen Zigarren Reviews:

My Father Le Bijou 1922 Zigarren Review

Rocky Patel Vintage 2003 Cameroon Six by Sixty Review

Rocky Patel Vintage 2003 Cameroon Six by Sixty Review

Ein ziemlich langer Name für eine recht große Zigarre. Wenn auch noch recht großer Geschmack dabei rum kommt, bin ich zufrieden. Los geht´s!

Angezündet ist sie. Die ersten Züge: Kakao, Holz, ein wenig Leder, ein wenig Creme. Kurz darauf wird vieles anders. Das erste, was ich schmecke, ist eine leichte Süße vorne an der Zunge. Leder und Holz sind fast nicht mehr zu schmecken. Sie entfaltet sich deutlich milder mit einer schönen schokoladigen Note, die klar im Vordergrund steht. Dazu mischen sich milde Gewürze und Aromen von Gebäck, teilweise kommen mir Erinnerungen an Rosinen-Cookies. Ein wenig Holz rundet das ganze dann ab.

Wir testen die Six by Sixty von Rocky Patel

Rocky Patel Vintage 2003 Sixty im 2. Drittel
Rocky Patel Vintage 2003 Sixty im 2. Drittel

Inzwischen bin ich im zweiten Drittel angekommen. Die Asche ist das erste Mal abgefallen, die Aromen verändern sich. Zu den anfänglichen Aromen kommen nun vermehrt holzige und teils nussige/ledrige Noten hinzu. Die Rosinen-Cookies treten in den Hintergrund, sind aber nach wie vor schmeckbar.

Gerade schmecke ich Dörrpflaumen, die ja geschmacklich von einer Rosine nicht so weit entfernt sind. Spannend! Besonders die Verschmelzung mit Schokolade und Holz. Es kommt mir das Bild von einer Traube-Nuss-Schokolade in den Kopf – die mit den ganzen Nüssen. Ein paar Züge kommen noch Mandel-, fast Marzipan-Aromen hinzu.

Die Zigarre im Rauchverlauf – getestet in Berlin

Jetzt im drittel Drittel wandelt sich die Zigarre ein weiteres Mal. Mandel, Marzipan, Schoko und Rosine gehen in ihrer Intensität zurück. Die Zigarre zieht nun deutlicher besser als zu Beginn. Das ist bis jetzt auch das einzige Manko: Für meinen Geschmack könnte der Zug ein bisschen leichter sein. Vielleicht ist dies aber auch nur bei dieser Probezigarre der Fall. Ich schmecke nun deutlich mehr nussige, holzige und teils auch ledrige Aromen heraus. Eine leichte süße behält sich die Zigarre aber auch jetzt.

Rocky Patel Vintage 2003 Cameroon Sixty beim Abaschen
Rocky Patel Vintage 2003 Cameroon Sixty beim Abaschen

Mal so zwischendurch: Jetzt wo es draußen wieder kälter wird und man wieder eher in Räumen raucht: Der Rauch ist auch ohne Extremlüften sehr angenehm, was man nun wirklich nicht von jeder Zigarre sagen kann…

Das Finale wird dann recht ledrig gemischt mit einem Aroma, das ich nicht so ganz zuordnen kann. Es ist wohl die Kombination von Holz, Leder und Süße. Leider nicht so meins.

Zigarren Fazit

Ein großartiger Start, sehr gut darauf aufgebaut, mit vielfältigsten Aromen von Schokolade, Dörrpflaumen, Traube, Rosine, Nuss und Holz. Das Ende drehte sich dann – für mich leider – in eine nussig-ledrige Richtung. Gerne hätte ich mit den Aromen aus den ersten zwei Dritteln weiter gemacht. Aber das ist meine persönliche Geschmacksvorliebe. Rundum trotzdem eine wundervolle und spannende Zigarre, die sich ständig entwickelt und verändert. Wie schön, dass man diese Zigarren in Berlin kaufen und vielerorts auch rauchen kann.

Lesen Sie hier mehr zur Alec Bradley Coyol Zigarre. Auch sie haben wir in Berlin sehr streng getestet.